Haben Sie etwas von der letzten Wahl an Ihrer Universität mitbekommen? Wer wurde Wahlsieger? Wie war die Siegesparty? Nein? Dann sind Sie wahrscheinlich an der falschen Universität!
In Deutschland können ja nicht einmal die großen Parteien beim Sieg einer Landtags- oder Bundestagswahl stimmungsvoll feiern. Zu steif, zu träge. Da wird Sekt ausgeschenkt, jemand hält eine Dankesrede, gesittet, durch ein Mikrofon und nur für die geladenen Gäste im Saal wahrnehmbar. Da wird hinter vorgehaltener Hand getuschelt, ein wenig geflirtet und vielleicht auch schon mal gelacht. Ein paar Blumen werden rübergereicht; und wenn mal ein Teller herunterfällt, so bekommt der Tollpatsch gleich die Aufmerksamkeit der ganzen Gäste, welche durch den fürchterlichen Klang alle aufgeschreckt herumfahren. Und was kann man auf solch einer Party lernen; höchstens wer der neue Freund von X oder die neue Freundin von Y ist, und das man von zu viel Sekt Kopfschmerzen bekommt.
Für eine gescheite Siegesfeier benötigt man natürlich kein Mikrofon, sondern ein Megafon. Große Boxen vom letzten Open-Air-Konzert sind auch von nöten, dazu zwei Pick-up, schließlich möchte man sich nicht auf ein Stadtviertel begrenzen. Mobilität ist alles bei einer richtigen Party und mit „fahrbaren Boxen“ hat man schonmal die halbe Miete. Ein Saal – wie langweilig konservativ – bei einer Wahlsiegveranstaltung gehören mindestens zwei ganze Städte eingebunden. Leise zurückhaltend ist nicht angesagt, wenn man zerberstendes Porzellan hören würde, dann könnte man auch gleich wieder nach Hause gehen.
Also habe auch ich von der bomben Party erfahren – natürlich nicht wörtlich gemeint. Nein, Bomben waren es nicht, nur Gewehrsalven und Pistolenschüße galten als Einladung für mich. Welch warme Nacht hat man sich doch rausgesucht, über 20 Grad Celsius, kein Wind zog durch die Bäume, Halbmond und wolkenlos. (All das ist eine wahre Seltenheit in den Bergen – bis auf den Halbmond natürlich) Ramallah war nun die zweite Stadt, die vom Sieg erfahren musste, und solche Nachrichten verbreitet man am besten auf Al-Manara (Leuchtturm), einem Verkehrskreisel, das gleichzeitig das Zentrum der Stadt markiert, als quasi-Marktplatz fungiert und Mittelpunkt der Welt zu sein scheint. Dröhnend Klänge trafen bis zu mir vor, und auf Grund der besonderen Lage der Stadt wahrscheinlich auch bis zum letzten Einwohner, Ramallah liegt über drei Hügel mit flachen aber engen Tälern verteilt, das gibt ein gutes Echo, auch durch die unterschiedlich hohen Häuser und die manchmal großen Brachflächen dazwischen.
In Deutschland können ja nicht einmal die großen Parteien beim Sieg einer Landtags- oder Bundestagswahl stimmungsvoll feiern. Zu steif, zu träge. Da wird Sekt ausgeschenkt, jemand hält eine Dankesrede, gesittet, durch ein Mikrofon und nur für die geladenen Gäste im Saal wahrnehmbar. Da wird hinter vorgehaltener Hand getuschelt, ein wenig geflirtet und vielleicht auch schon mal gelacht. Ein paar Blumen werden rübergereicht; und wenn mal ein Teller herunterfällt, so bekommt der Tollpatsch gleich die Aufmerksamkeit der ganzen Gäste, welche durch den fürchterlichen Klang alle aufgeschreckt herumfahren. Und was kann man auf solch einer Party lernen; höchstens wer der neue Freund von X oder die neue Freundin von Y ist, und das man von zu viel Sekt Kopfschmerzen bekommt.
Für eine gescheite Siegesfeier benötigt man natürlich kein Mikrofon, sondern ein Megafon. Große Boxen vom letzten Open-Air-Konzert sind auch von nöten, dazu zwei Pick-up, schließlich möchte man sich nicht auf ein Stadtviertel begrenzen. Mobilität ist alles bei einer richtigen Party und mit „fahrbaren Boxen“ hat man schonmal die halbe Miete. Ein Saal – wie langweilig konservativ – bei einer Wahlsiegveranstaltung gehören mindestens zwei ganze Städte eingebunden. Leise zurückhaltend ist nicht angesagt, wenn man zerberstendes Porzellan hören würde, dann könnte man auch gleich wieder nach Hause gehen.
Also habe auch ich von der bomben Party erfahren – natürlich nicht wörtlich gemeint. Nein, Bomben waren es nicht, nur Gewehrsalven und Pistolenschüße galten als Einladung für mich. Welch warme Nacht hat man sich doch rausgesucht, über 20 Grad Celsius, kein Wind zog durch die Bäume, Halbmond und wolkenlos. (All das ist eine wahre Seltenheit in den Bergen – bis auf den Halbmond natürlich) Ramallah war nun die zweite Stadt, die vom Sieg erfahren musste, und solche Nachrichten verbreitet man am besten auf Al-Manara (Leuchtturm), einem Verkehrskreisel, das gleichzeitig das Zentrum der Stadt markiert, als quasi-Marktplatz fungiert und Mittelpunkt der Welt zu sein scheint. Dröhnend Klänge trafen bis zu mir vor, und auf Grund der besonderen Lage der Stadt wahrscheinlich auch bis zum letzten Einwohner, Ramallah liegt über drei Hügel mit flachen aber engen Tälern verteilt, das gibt ein gutes Echo, auch durch die unterschiedlich hohen Häuser und die manchmal großen Brachflächen dazwischen.

Die Fatah-Jugendorganisation der Bir-Zeit Universität ist uns da Meilen voraus. Sie verstehen eine bomben Party zu veranstalten.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen